Sie kennen den Betrag Ihrer Rechnung für öffentliches Laden. Aber wissen Sie auch, ob er gerechtfertigt ist?
Mit der Elektrifizierung der Flotten haben sich die Erwartungen der Finanzabteilung verändert: Es geht nicht mehr nur darum, was das Laden kostet, sondern darum, ob der Preis angemessen ist. Dabei bleibt das öffentliche Laden der am wenigsten transparente Posten im Budget: Hunderte Ladevorgänge, Dutzende Netzwerke und Tarife, die von Betreiber zu Betreiber variieren. Am Monatsende liegt Ihnen eine Gesamtsumme vor, die Sie anschließend gegenüber der Geschäftsleitung rechtfertigen müssen.
Um diese Frage zu beantworten, brauchen Sie zwei Dinge: eine detaillierte Auswertung Ihrer Ladevorgänge und einen Richtwert, um sie einzuordnen.
Warum sich öffentliches Laden schwer auswerten lässt
Das Laden zu Hause oder am Firmenstandort folgt regelmäßigen Mustern. Das Laden an öffentlichen Ladestationen hängt dagegen von Baustellen, Touren und Kundenterminen ab. Ihre Mitarbeitenden laden dort, wo ihr Arbeitstag sie hinführt, ohne Einblick in das Ladebudget des Unternehmens. Naheliegenderweise wählen sie die am besten erreichbare Ladestation, etwa an einer Raststätte oder in der Nähe eines Restaurants, und vor allem die schnellste, um möglichst bald weiterzufahren. Gerade Schnellladestationen haben jedoch oft die höchsten Tarife.
Die Posten, die Ihr Budget am stärksten belasten, bleiben daher oft unsichtbar:
- teure Netzwerke, die nur für wenige Ladevorgänge genutzt werden;
- Ladevorgänge am Wochenende, außerhalb der vorgesehenen Nutzung;
- Mitarbeitende, die lange Strecken zurücklegen, zu Hause keine Lademöglichkeit haben und vollständig auf öffentliches Laden angewiesen sind.
Um diese Kosten zu erkennen, müssen Sie zunächst Ihre Daten zusammenführen. Wahrscheinlich nutzen Sie bereits mehrere Tools: Flottenmanagement, Reporting, Ladekarten. Aber sind diese miteinander verbunden? Wenn nicht, müssen die Daten jeden Monat manuell exportiert, abgeglichen und konsolidiert werden.
Ein Betrag allein sagt nicht, ob Kosten hoch sind
Nehmen wir eine Flotte, die beim öffentlichen Laden durchschnittlich 0,47 € pro kWh zahlt. Ist das viel? Ohne Vergleichswert lässt sich das nicht sagen: Die Zahl liegt vor, hilft aber nicht bei der Entscheidung.
Erst ein Richtwert gibt ihr Bedeutung: die Kosten pro kWh vergleichbarer Flotten im selben Zeitraum. Er zeigt, ob Ihre Flotte im üblichen Rahmen oder darüber liegt, und macht die Abweichung messbar. Zum Beispiel entsprechen 0,47 € dem durchschnittlichen Preis bei Kunden von Chargemap Business. Eine geringe Abweichung rechtfertigt nicht unbedingt eine Änderung der Gewohnheiten, eine deutliche Abweichung dagegen erfordert Maßnahmen.
Drei Fragen an Ihre Ladedaten
1. Welche Netzwerke belasten Ihr Budget am stärksten?
Ein Netzwerk kann einen großen Teil der Rechnung ausmachen, obwohl es nur für wenige Ladevorgänge genutzt wird. Wenn Sie für jedes Netzwerk seinen Anteil an den Gesamtkosten mit seinem Anteil an den Ladevorgängen vergleichen, erkennen Sie diese Abweichungen und die Netzwerke, bei denen schon eine einfache Vorgabe ausreichen kann.
2. Wo konzentrieren sich die Kosten in Ihrer Flotte?
Fahrer, Fahrzeug, Abrechnungseinheit: Eine Gesamtbetrachtung verdeckt die Unterschiede. Wer täglich unterwegs ist, hat andere Anforderungen als jemand, der überwiegend zu Hause lädt. Ein Ranking zeigt Ihnen, mit welchen Mitarbeitenden Sie sprechen sollten, um ihre Nutzung zu verstehen, bevor Sie eine Entscheidung treffen.
3. Werden Ihre Laderegeln eingehalten?
Ladepolicy, empfohlenes Netzwerk, Obergrenze: Es bleibt zu prüfen, ob diese Regeln in der Praxis befolgt werden. Ein Vergleich der Zeiträume vor und nach ihrer Einführung zeigt ihre Wirkung und ermöglicht es, sie bei Bedarf anzupassen.
Die Hebel zum Handeln sind oft bereits vorhanden. Was fehlt, ist die Auswertung der Daten: Ohne sie ist schwer zu erkennen, welche Hebel Sie nutzen sollten und mit welcher Wirkung.
Insights: Ihr öffentliches Laden ausgewertet, verglichen und gesteuert
Genau das ermöglicht Insights, die neue Funktion von Chargemap Business. Alle öffentlichen Ladevorgänge Ihrer Flotte sind in einem einzigen Tab zusammengefasst, mit bereits berechneten Kennzahlen, für den Umfang und Zeitraum Ihrer Wahl.
Auswerten. Durchschnittspreis pro kWh, Gesamtkosten, geladene Energie, Erfolgsquote der Ladevorgänge, Rankings nach Netzwerk, Fahrer, Fahrzeug und Abrechnungseinheit: Ihre Daten sind an einem Ort gebündelt, ohne dass Sie mehrere Tools abgleichen müssen.
Einordnen. Ihre Kosten pro kWh werden mit dem Median der von Chargemap Business verwalteten Flotten im selben Zeitraum verglichen, auf Basis aggregierter und anonymisierter Daten. So präsentieren Sie der Geschäftsleitung eine eingeordnete Kennzahl statt nur einer Gesamtsumme.
Handeln. Budgets, Warnschwellen und Laderegeln steuern Sie auf derselben Seite. Anschließend messen Sie die Wirkung jeder Vorgabe: Ihre Ladepolicy legt die Regeln fest, Insights zeigt, ob sie funktionieren.
Insights ist im Enterprise-Paket von Chargemap Business enthalten. Derzeit deckt es das öffentliche Laden ab; das Laden zu Hause und am Firmenstandort folgt in Kürze.
Drei verbreitete Irrtümer
„Fahrer zu ranken heißt, sie zu sanktionieren.“ Das Ranking dient vor allem dazu, zu verstehen, wo sich die Kosten konzentrieren, und mit den betroffenen Mitarbeitenden ins Gespräch zu kommen.
„Um die Rechnung zu senken, muss man Netzwerke sperren.“ Eine Warnung, ein Budget oder ein Gespräch mit der betroffenen Person reichen oft aus. Das Sperren bleibt eine Option für Fälle, in denen es für Ihr Unternehmen gerechtfertigt ist.
„Eine Gesamtanalyse der Flotte reicht aus.“ Ein Durchschnitt fasst sehr unterschiedliche Nutzungen zusammen. Erst die Auswertung nach Netzwerk, Fahrer und Abrechnungseinheit zeigt, wo Sie ansetzen können.
Von der Gesamtsumme zum richtigen Preis
Den Betrag der Laderechnung zu kennen, reicht nicht mehr aus. Mit Insights wissen Sie, ob Sie den richtigen Preis zahlen und bei welchen Netzwerken Sie ansetzen sollten. Fordern Sie eine Demo an und entdecken Sie Insights.



